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Kartoffel (lat. Solanum Tuberosum) – oder auch Erdäpfel, Grundbirn oder Bramburi genannt – gehören zur Familie der Nachtschatten-Gewächse. Die Spanier haben sie vor rund 500 Jahren von Amerika nach Mitteleuropa mitgebracht. Diese „tolle Knolle“ wurde einst in Seefahrer-Kreisen neben Sauerkraut und Zitrusfrüchten zur Behandlung und Vorbeugung von Skorbut (= starker Vitamin C-Mangel) eingesetzt. Mittlerweile zählt die Kartoffel längst zu den wichtigsten Pflanzen weltweit, da sie ein beliebtes Grund-Nahrungsmittel ist und für eine einfache sowie leicht verdauliche Kost steht.

Inhaltsstoffe:

Stärke, Eiweiss, Wasser, Mineralstoffe, Vitamine, Solanin, Cholin

CAVE! Die oberirdischen Teile bzw. die auskeimenden Triebe der Pflanze sind leicht giftig und sollten daher nicht verzehrt werden!

Anwendung & Wirkung der Kartoffel – außerhalb der Küche:

roher Kartoffel-Saft (aus dem Entsafter oder die Kartoffel reiben und durch ein Tuch pressen) hilft als Getränk bei Magenschmerzen und Sodbrennen – wirkt magenschonend
Kartoffel-Brei kann Beschwerden wie Magen- und Darm-Entzündungen lindern
• ein warmer Kartoffel-Wickel (gekochte Kartoffel zerdrücken, in eine Tuch einwickeln und auflegen) eignet sich gut bei Halsschmerzen oder Verspannungen – wirkt entspannend, schmerzlindernd, wärmend und entzündungshemmend
• bei Verbrennungen (z.B. Sonnenbrand), Kopfschmerzen oder nach einem Mückenstich – eine rohe Scheibe einer Kartoffel auf die betroffene Stelle legen – wirkt lindernd, beruhigend und kühlend

KARTOFFEL-SALBE – DIE REZEPTUR

Zutaten für einen 30ml Tiegel: 27ml Olivenöl, ca. die Hälfte einer kleinen Kartoffel, 2,7g Bienenwachs, eine Prise Salz

Zubereitung: Die Kartoffel (inkl. Schale) waschen, in kleine Stücke schneiden und mit einer Prise Salz und dem Öl in einen Topf geben. Lasse nun das Ganze für ca. 15 Min. leicht köcheln und anschliessend noch für mind. 5 Min. nachziehen. Danach werden die Kartoffel-Stücke abgeseiht. Jetzt lasse das Wachs im zubereiteten Öl schmelzen und fülle schliesslich die noch warme Salbe in einen gereinigten Tiegel ab – Fertig!

ANWENDUNG & WIRKUNG der Salbe

  • bei rissiger oder trockener Haut (Hände!)
  • zur Falten-Prophylaxe
  • bei leichten Verbrennungen z.B. einem Sonnenbrand | übrigens – das verwendete Olivenöl hat einen LSF von ca. 6
  • bei leicht irritierten Hautstellen wie z.B. einem Mückenstich
  • oder einfach für die allgemeine Haut-Pflege

Wirkung auf der Haut: beruhigend, glättend, regenerierend, antioxidativ, pflegend

OLIVENÖL ERHITZEN?!
Der sogenannte Rauchpunkt von Olivenöl liegt bei ca. 180° C. Das Öl für die Salbenherstellung raucht im Topf aber nicht, da niedrige Temperaturen verwendet werden – wir wollen die Inhaltsstoffe herausziehen und (in dem Fall) die Kartoffel nicht frittieren. Somit ist auch das Olivenöl für einen Heissauszug sehr gut geeignet. Und – solange das Öl zusammen mit frischen Pflanzen / wasserhaltigen Lebensmitteln im Topf kocht, wird es kaum heißer als 100°C.

VERWENDEN STATT VERSCHWENDEN! Nimm die übrig gebliebenen Kartoffel-Stückchen ganz einfach zum kochen!

TIPP: Kartoffel selber anbauen!

Wenn du einen Garten hast dann versuche doch mal die Erdäpfel-Zucht selber zu probieren! Ich habe es immer so gemacht, dass ich eine – ggf. auch schon etwas schrumpelig – Kartoffel, die schon auszutreiben beginnt hernehme, auseinander schneide und mit den Triebspitzen Richtung oben in kleine Becher (z.B. Eierkartons) mit Erde eingesetzt habe. Dieses vorkeimen kannst du ca. ab März beginnen und nach den Eisheiligen (Mitte Mai) setzt du die gewonnenen Pflänzchen raus. Hierfür gibt es spezielle Kübel bzw. „Taschen“ die später die Ernte erleichtern – indem du nämlich unten ein Türchen öffnen kannst zum entnehmen deiner Ausbeute. Ich habe die Kartoffel aber immer einfach in einem großen Behältnis wachsen lassen und dann beim ernten mit den Händen nach den Knollen gegraben. Mutter Natur beschenkt dich im besten Fall reich – aus wenigen Pflanzen / Kartoffeln erhältst du ganz viele wunderbare Erdäpfel! Die Ernte-Zeit ist von Juni bis Oktober.

Quelle Titelbild: canva

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